Emissionsfaktor aus ProBas v02.44.152
Chem-Anorg\H2-DE-2015
Deutschland · Von der Wiege bis zum Werkstor · Unabhängig vom Jahr
Wert je kWh, bezogen auf den Heizwert
0,254kgCO₂e/kWh
Heizwert · Ohne biogenes CO₂ und Landnutzung · GWP100 · AR6
FossilBio-CH₄LandnutzungBio-CO₂GHG Protocol und IPCC-InventareEin Wert, unabhängig vom Jahr
ProBas legt keinen Gültigkeitszeitraum fest, daher gibt es kein Jahr zur Auswahl.
Bezugsjahr 2015
- Region
- Deutschland DE
- Systemgrenze
- Von der Wiege bis zum Werkstor
- Datenqualität
- MittelVon uns bewertet, nicht von der Quelle
- Lizenz
- Offen · Nutzungsbedingungen von ProBas
Woraus sich 0,254 zusammensetzt
ProBas gibt diesen Faktor als einen einzigen Wert an, ohne Teile, die sich addieren ließen.
So bilanzieren Sie diese Kilowattstunde nach dem GHG Protocol
Scope 3, Kategorie 3 0,254
Die Bereitstellung des Brennstoffs ist für den, der ihn verbrennt, Scope 3, Kategorie 3.
Der Faktor, standardisiert
Auf open-climate.ai beantwortet jeder Faktor dieselben Fragen mit denselben Begriffen, gleich welcher Herausgeber. Öffnen Sie ein ⓘ für die Definition.
Brennstoffe › Wasserstoff · Deutschland · pro kWh · Durchschnitt
Von der Wiege bis zum Werkstor · Ohne biogenes CO₂ · AR6
- SystemgrenzeDie Stufen der Kette, die der Wert zählt: was in der Zahl steckt und was anderen Faktoren überlassen bleibt. Mehr erfahren
- Von der Wiege bis zum Werkstor
- Brennstoffbereitstellung, Verbrennung und Investitionsgüter
- GWP-MethodeWelcher Sachstandsbericht des IPCC die Erwärmungspotenziale liefert, mit denen jedes Gas in CO₂e umgerechnet wird, und über wie viele Jahre die Erwärmung gezählt wird (GWP100: 100 Jahre). Mehr erfahren
- IPCC AR6, Zeithorizont 100 Jahre
- Von open-climate.ai aus dem AR5-Wert von ProBas (0,254 kgCO₂e/kWh) umgerechnet
- CO₂e-BasisWelcher Kohlenstoff in das CO₂e einfließt. „Nur fossil“ lässt biogenes Methan, Landnutzungsänderung und biogenes CO₂ außen vor; „Ohne biogenes CO₂“ zählt biogenes Methan, die beiden anderen nicht; „Nettosumme“ zählt jeden Pool, abzüglich Entnahmen. Dieselbe Aktivität ergibt auf zwei Basen zwei unterschiedliche Zahlen. Mehr erfahren
- Ohne biogenes CO₂FossilBio-CH₄LandnutzungBio-CO₂GHG Protocol und IPCC-Inventare
- Nach Gasen aufgeschlüsselt
- Lebenszyklus
- Vorgelagert: abgedecktProduktion: abgedecktNachgelagert: nicht abgedecktLebensende: nicht abgedeckt
Mittlere Qualität · Offene Lizenz · Jedes Jahr
Was diese Zahl abdeckt
Der Weg einer Kilowattstunde dieses Brennstoffs vom Bohrloch bis zu Ihrer Flamme. ProBas rechnet zudem den Anteil an Anlagen und Ausrüstung ein.
Well-to-Tank
Förderung
Den Brennstoff aus dem Boden holen
Aufbereitung
Ihn auf die Qualität bringen, in der er verkauft wird
Transport
Ihn zu Ihrem Standort bringen
Ihr Zähler
1 kWh verbraucht. Der Faktor bezieht sich auf 1 kWh am Zähler.
Verbrennung
In Ihrem Kessel, Ofen oder Motor: CO₂, dazu etwas CH₄ und N₂O
= 0,254 pro kWh
Gase
Basis: Ohne biogenes CO₂Biogenes CO₂ und Landnutzungsänderungen bleiben unberücksichtigt; fossiles CO₂, die übrigen Treibhausgase und Methan aus biogenen Quellen werden mitgezählt. Mehr erfahrenFossilBio-CH₄LandnutzungBio-CO₂GHG Protocol und IPCC-Inventare
- Fossiles CO₂0,23994,5 %
- Methan (CH₄)0,01335,2 %
- Lachgas (N₂O)0,0007320,3 %
Σ 0,239 + 0,0133 + 0,000732 = 0,253489, von ProBas auf 0,254 gerundet.
Ebenfalls ausgewiesen, jeweils mit dem Wert 0: Schwefelhexafluorid (SF₆).
Jedes Gas wird mit den 100-Jahres-Treibhauspotenzialen aus AR6 in CO₂e umgerechnet; biogenes CO₂ und Kohlenstoff aus Landnutzung bleiben außen vor, Methan aus biogenen Quellen wird jedoch mitgezählt.
Vom ProBas-Datensatz zum vergleichbaren Faktor
ProBas veröffentlicht diesen Faktor als einen Datensatz. Hier steht jedes Feld so, wie es im Datensatz steht, und daneben, was open-climate.ai daraus gemacht hat.
Über diesen Faktor
Text von ProBas
Wasserstoffherstellung: Das industrielle Verfahren zur Wasserstoffherstellung beruht auf dem katalytischen Reformieren (Nickel-Katalysatoren) von Erdgas mit Wasserdampf (Dampfspaltung - steam reforming - von Methan). Methan wird dabei in Reaktoren bei Temperaturen von ca. 850 °C zu Wasserstoff (H2) und Kohlenmonoxid (CO) umgesetzt. Danach wird das Gas schnell abgekühlt, wobei Prozessdampf entsteht. In einer Folgereaktion reagieren CO und überschüssiges Wasser mit Hilfe eines Katalysators zu weiterem Wasserstoff und Kohlendioxid. Daran schließt sich eine CO2-Entfernung und die Isolierung von Wasserstoff an [CO2-Druckwäsche (Weissermel 1994); PSA, pressure swing adsorption (Ullmann 1989a)].
Der wichtigste Rohstoff zur Erzeugung von H2 ist Erdgas (Ullmann 1989a). Die Bilanzierung der vorliegenden Kennziffern erfolgt auf der Annahme, daß Wasserstoff zu 100 % aus Erdgas synthetisiert wird.
Für die Bilanzierung des Prozesses wurde eine Studie der Arbeitsgemeinschaft Kunststoff (DSD 1995), die Ökoinventare für Energiesysteme (ETH 1995) und Daten aus (Ullmann 1989a) ausgewertet. Da in (DSD 1995) die ausführlichsten Daten vorliegen, wurden diese für die Berechnung der Kennziffern verwendet. Es wird angenommen, daß die dortigen Angaben sich auf die H2-Herstellung in Westeuropa in den 90er Jahren beziehen. Die Massen- und Energiebilanz ist vom verwendeten Rohstoff abhängig, somit ist eine Übertragung der Kennziffern auf andere Einsatzstoffe oder auch Produktionsverfahren nicht möglich.
Allokation: keine
Massenbilanz: Zur Herstellung von Wasserstoff wird als Rohstoff Erdgas (1990 kg/t H2) und Wasser (4468 kg/t H2) benötigt (DSD 1995). Als weiteres Reaktionsprodukt der chemischen Umsetzung von Erdgas entseht neben H2 auch Kohlendioxid (5458 kg CO2/t H2). Da CO2 kein verwertbares Produkt darstellt, wird es den prozeßbedingten Luftemissionen zugerechnet.
Im Vergleich zu den obigen Angaben wird bei (Ullmann 1989a) für eine typische Steamreformer-Anlage ein Erdgasbedarf von 2160 m3 für die Erzeugung von 5000 m3 Wasserstoff (jeweils bei 0 §C und 101,325 kPa) - bzw. umgerechnet 3439 kg Erdgas/t H2 - aufgeführt. (ETH 1995) wiederum gibt einen Erdgasbedarf von 121 MJ/kg H2 (umgerechnet 2881 kg/t H2) an.
Die Angaben aus (DSD 1995), (ETH 1995) und (Ullmann 1989a) zeigen deutliche Abweichungen voneinander. Da bei (DSD 1995) die vollständigste Bilanz vorliegt, werden diese Daten übernommen. Es wird angenommen, daß der unterschiedliche Rohstoffbedarf bei den verschiedenen Literaturquellen dadurch zustande kommt, daß die Wasserstoffherstellung je nach Prozeßführung auf eine maximale Produktion an Prozeßdampf, minimalen Einsatz von Erdgas , etc. optimiert werden kann.
Energiebedarf: Für den Prozeß der Wasserstofferzeugung wird insgesamt eine Energiemenge von 49,25 MJ/kg H2 benötigt. 47,25 MJ des Gesamtenergiebedarfs werden durch die Verbrennung von Erdgas bereitgestellt. Davon entfallen wiederum 18,144 MJ auf die Dampferzeugung und 8,645 MJ auf die CO2-Druckwäsche. An elektrischer Energie werden 2,0 MJ Energie verbraucht (DSD 1995).
Im Vergleich dazu wird der Prozeßenergiebedarf bei (ETH 1995) mit 3,47 MJ/kg elektrischer Energie, 26,55 MJ/kg Heizöl S (Industriefeuerung) und 17,8 Erdgas (Industriefeuerung) angegeben (Summe 47,82 MJ/kg). Der Energiebedarf bei (DSD 1995) und (ETH 1995) zeigt eine sehr gute Übereinstimmung. Es werden die Daten aus (DSD 1995) für GEMIS übernommen.
Prozessbedingte Luftemissionen: Nach (Ullmann 1989a) entstehen beim steam reforming 0,25 mol CO2 pro mol H2 (Methan und Wasser werden zu Wasserstoff und Kohlendioxid umgesetzt). Dieser Wert ist identisch mit der Angabe aus (DSD 1995) von 5,458 kg CO2 pro kg Wasserstoff.
Wasser: Neben dem Erdgas dient auch Wasser als Rohstoff zur H2-Erzeugung (Reduktion von H2O zu H2). Für die chemische Reaktion werden 4,468 kg H2O pro kg H2 benötigt (DSD 1995). Es kann jedoch davon ausgegangen werden, daß beim Herstellungsprozeß ein Überschuß an Wasserdampf eingesetzt wird. Da hierüber - ebenso wie zum Kühlwasserbedarf - keine Angaben vorliegen, wird der Wert von 4,468 kg Wasser als Kennziffer verwendet.
Angaben zu Abwasserwerten und Reststoffen liegen nicht vor.
Auslastung: 5000h/a
Brenn-/Einsatzstoff: Brennstoffe-fossil-Gase
gesicherte Leistung: 100%
Jahr: 2015
Lebensdauer: 20a
Leistung: 1MW
Nutzungsgrad: 143%
Produkt: Brennstoffe-SonstigeQuelle und Lizenz
- Herausgeber
- Umweltbundesamt (German Environment Agency), ProBas
- Bibliothek
- ProBas v02.44.152
- Datensatz
- a78d98ad-c69a-4714-a49d-cd3477a1528c
- Veröffentlicht
- 16. September 2020
Werte und Metadaten werden vollständig bereitgestellt und dürfen mit Nennung des Herausgebers weiterverwendet werden.
Es gelten die Probas Nutzungsbedingungen, die hier eingesehen werden können: https://probas.umweltbundesamt.de/daten/static/Nutzungsbedingungen_ProBas.pdf
Diesen Faktor zitieren
ProBas, Umweltbundesamt. Normalised by open-climate.ai, https://open-climate.ai/factors/libraries/probas/ (CC BY 4.0). https://open-climate.ai/factors/de/ef-probas-chemanorgh2de2015-de-kwh-cradle_to_gate-d8cdaa66/?v=efv1-070806f408b4b3bd552e952d59bd26fb
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