Emissionsfaktor aus ProBas v02.44.152

Chem-Anorg\Chlor(Membran)-DE-2015

Deutschland · Von der Wiege bis zum Werkstor · Unabhängig vom Jahr

Pro Kilogramm fallen 0,794 kg CO₂e bis zum Werkstor an. ProBas gibt einen einzigen Wert an, der in jedem Jahr gilt.

Wert, unabhängig vom Jahr

0,794kgCO₂e/kg

Ohne biogenes CO₂ und Landnutzung · GWP100 · AR6

FossilBio-CH₄LandnutzungBio-CO₂GHG Protocol und IPCC-Inventare

Ein Wert, unabhängig vom Jahr

ProBas legt keinen Gültigkeitszeitraum fest, daher gibt es kein Jahr zur Auswahl.

Bezugsjahr 2015

Region
Deutschland DE
Systemgrenze
Von der Wiege bis zum Werkstor
Datenqualität
MittelVon uns bewertet, nicht von der Quelle
Lizenz
Offen · Nutzungsbedingungen von ProBas

Woraus sich 0,794 zusammensetzt

Als ein einziger Wert veröffentlicht

ProBas gibt diesen Faktor als einen einzigen Wert an, ohne Teile, die sich addieren ließen.

So bilanzieren Sie dieses Kilogramm nach dem GHG Protocol

Scope 3, Kategorie 1 0,794

Was Sie einkaufen, fällt unter Scope 3, Kategorie 1, eingekaufte Waren und Dienstleistungen.

ZitierenAPI

Der Faktor, standardisiert

Auf open-climate.ai beantwortet jeder Faktor dieselben Fragen mit denselben Begriffen, gleich welcher Herausgeber. Öffnen Sie ein ⓘ für die Definition.

Materialien › Chemikalien · Deutschland · pro kg · Durchschnitt

Von der Wiege bis zum Werkstor · Ohne biogenes CO₂ · AR6

Systemgrenze
Von der Wiege bis zum Werkstor
Rohstoffe, Anlieferung, Brennstoffbereitstellung, Verbrennung, Herstellung, Verpackung, zugekaufte Energie und Investitionsgüter
GWP-Methode
IPCC AR6, Zeithorizont 100 Jahre
Von open-climate.ai aus dem AR5-Wert von ProBas (0,794 kgCO₂e/kg) umgerechnet
CO₂e-Basis
Ohne biogenes CO₂FossilBio-CH₄LandnutzungBio-CO₂GHG Protocol und IPCC-Inventare
Nach Gasen aufgeschlüsselt
Lebenszyklus
Vorgelagert: abgedecktProduktion: abgedecktNachgelagert: nicht abgedecktLebensende: nicht abgedeckt

Mittlere Qualität · Offene Lizenz · Jedes Jahr

Was diese Zahl abdeckt

Was ProBas in den Fußabdruck eines Kilogramms einrechnet, Phase für Phase.

  1. Vorkette

    • Transport zum Werk
    • Rohstoffe
    • Brennstoff-Lieferkette
    Enthalten
  2. Herstellung

    • Brennstoffverbrennung
    • Herstellung
    • Verpackung
    • Zugekaufter Strom und Wärme
    Enthalten
  3. Ebenfalls eingerechnet

    • Anlagen und Ausrüstung
    Enthalten
  4. Ihr Eintrag

    1 kg in Ihren Aufzeichnungen. Der Faktor gilt pro kg.

    = 0,794

Außerhalb dieser Systemgrenze

  • Einbau
  • Instandhaltung
  • Transport zur Grenze
  • Einzelhandel
  • Nutzung
  • Lebensende
  • Recyclinggutschrift

ProBas rechnet nichts davon in den Fußabdruck eines Kilogramms ein.

Gase

Basis: Ohne biogenes CO₂FossilBio-CH₄LandnutzungBio-CO₂GHG Protocol und IPCC-Inventare

  • Fossiles CO₂0,75194,6 %
  • Methan (CH₄)0,02743,4 %
  • Lachgas (N₂O)0,01572 %

Σ 0,751 + 0,0274 + 0,0157 = 0,794056, von ProBas auf 0,794 gerundet.

Ebenfalls ausgewiesen, jeweils mit dem Wert 0: Schwefelhexafluorid (SF₆).

Jedes Gas wird mit den 100-Jahres-Treibhauspotenzialen aus AR6 in CO₂e umgerechnet; biogenes CO₂ und Kohlenstoff aus Landnutzung bleiben außen vor, Methan aus biogenen Quellen wird jedoch mitgezählt.

Vom ProBas-Datensatz zum vergleichbaren Faktor

ProBas veröffentlicht diesen Faktor als einen Datensatz. Hier steht jedes Feld so, wie es im Datensatz steht, und daneben, was open-climate.ai daraus gemacht hat.

Über diesen Faktor

Text von ProBas

Chlorherstellung (Membranverfahren): Chlor in elementarer Form (Cl2) wird heute elektrochemisch dargestellt. Im Prozess wird die Herstellung von Cl2 durch Elektrolyse von Natriumchlorid (NaCl) nach dem Membranverfahren bilanziert. Der Prozess liefert neben Chlor stets Natronlauge und Wasserstoff. Ausgangsstoff ist Steinsalz (NaCl in Wasser gelöst) als Elektrolytm der im Kreis geführt wird. Die Elektrolyse findet in einer Zelle statt, die durch eine hydraulisch undurchlässige, ionenleitende Membran in zwei Räume getrennt ist. Die notwendigerweise sehr reine Natriumchloridlösung gelangt in den Anodenraum, dort wird an der aus aktiviertem Titan bestehenden Elektrode Chlor frei. Die verbleibenden Natriumionen diffundieren durch die Membran und können dort mit Hydroxidionen als Natronlauge (32 bis 35 %ig) abgezogen werden. Die Natronlauge wird auf eine verkaufsfähige 50 %ige Lösung aufkonzentriert. Der Kathodenraum wird dabei mit Wasser gespeist. An der Stahlelektrode entsteht Wasserstoff. Die Nachteile des Verfahrens liegen in der hohen Reinheitsanforderung an den Elektrolyten und das mit Sauerstoff verunreinigte Chlor. Dem stehen jedoch als Vorteile ein relativ geringer Energieverbrauch, reine Natronlauge und die Vermeidung bedenklicher Stoffe wie Quecksilber (Amalgamverfahren) oder Asbest (Diaphragmaverfahren) gegenüber. Als Rohstoffe für die Elektrolyse dienen neben Natriumchlorid in geringem Umfang auch Salzsäure und Kaliumchlorid. 1987 wurden etwa 93 % aus NaCl hergestellt. Es stehen drei verschiedene Elektrolyseverfahren für NaCl zur Verfügung: das Amalgamverfahren, das Diaphragmaverfahren und das Membranverfahren. 1985 entfielen in der BRD ca. 63 % der gesamten Chlorproduktion auf das Amalgamverfahren, ca. 31 % auf das Diaphragmaverfahren und ca. 6 % auf sonstige Verfahren (HCl, Schmelzfluß) (#1). Die Verteilung der weltweiten Produktionskapazitäten auf die verschiedenen Verfahren nach #2 können für das Jahr 1990 der Tabelle 1 entnommen werden. Das Membranverfahren stellt das derzeit modernste Verfahren dar. In der Bundesrepublik sind jedoch nur Versuchsanlagen bei der Hoechst AG und der Bayer AG in Betrieb (#3). Die Produktion an Chlor betrug 1987 in der BRD ca. 3,5 Mio. Tonnen. Die Weltkapazität für die Chlorherstellung ist größer als 40 Mio. Tonnen pro Jahr (Ullmann 1986). Die Kennziffern dieser Prozeßeinheit beziehen sich auf die Chlorherstellung in Deutschland Ende der 80er Jahre. Tabelle 1 Produktionskapazitäten 1990 in Prozent (#2). Prozess USA Kanada Westeuropa Japan Amalgam 18 15 65 0 Diaphragma 76 81 29 20 Membran 6 4 6 80 Allokation: Bei der Elektrolyse entstehen Cl und NaOH im molaren Verhältnis von 1 zu 1. Entsprechend diesem Verhältnis werden die Gesamtwerte der Elektrolyse (Massenbilanz, Energiebedarf, Emissionen, Wasser) zwischen Chlor und Natriumhydroxid zu gleichen Anteilen aufgeteilt. Rechnet man das molare Verhältnis auf Mengen um, so enstehen pro Tonne Cl2 1,128 Tonnen NaOH (100 %ig). Bei der Elektrolyse entstehen weiterhin 28 kg Wasserstoff (H2)/t Cl2. Es wird angenommen, daß der Wasserstoff energetisch verwertet wird (Verbrennung). Entsprechend wird für H2 eine Energiegutschrift (siehe: „H2-Kessel-D“) berechnet, die zu jeweils 50 % der Chlor- und Natronlaugeherstellung gutgeschrieben wird. (Vgl. Prozess: Chem-Anorg\NaOH). Massenbilanz: Zur Herstellung einer Tonne Cl2 (und gleichzeitig 1,128 t NaOH) werden als Rohstoff 1710 kg Natriumchlorid benötigt. Um Verunreinigungen aus dem Elektolyten für die Elektrolyse zu entfernen werden 44 kg Fällungsmittel (NaOH, Na2CO3, BaCO3) eingesetzt. Die Verunreinigungen fallen als Abfall (151 kg, feucht) an. Bei der Reaktion enstehen als Nebenprodukt 28 kg Wasserstoff (Energiegutschrift bei GEMIS) nach #1. Zur Genese der Kennziffern bei GEMIS werden nach der obigen Allokationsregel dem Chlor 50 % der aufgeführten Mengen zugeteilt. Die restlichen 50 % entfallen auf die Herstellung der Natronlauge. Energiebedarf: Der Energiebedarf für den Gesamtprozess der Herstellung einer Tonne Chlor und 1,128 Tonnen NaOH (die Werte wurden von der Natronlaugen- auf die Chlorherstellung umgerechnet) für die verschiedenen Elektrolyseverfahren kann nach #2 der Tabelle 2 entnommen werden. Als Kennziffer für die hier betrachtete Prozeßeinheit (Membranverfahren) wurde gemäß der Allokationsregel 50 % der Mittelwert der Werte aus Tabelle 2 - 1354 + 76 kWh/t Cl 2 - eingesetzt. Tabelle 2 Energiebedarf in kWh für die Herstellung von 1t Chlor und 1,128 t NaOH Energie [kWh] Amalgam Diaphragma Membran elektr. Energie 3158-3610 2820-2933 2594-2820 Dampf(äquivalent) 0 790-1015 102-203 Summe 3158-3610 3610-3948 2696-3023 Im Vergleich dazu wird der Gesamtenergiebedarf in #1 mit 2800 kWh/t Cl2 + 1,128 t NaOH elektrischer Energie - nach Allokation: 1400 kWh/t Cl2 - angegeben. Da die Werte aus #2 besser nachvollziehbar sind, werden diese für GEMIS verwendet. Prozessbedingte Emissionen: Für das Membranverfahren sind keine prozessbedingten Emissionsdaten bekannt. Wasser: Das für die Chlor- und Natronlaugenherstellung benötigte Wasser setzt sich aus dem chemisch verbrauchten Wasser (508 kg, z.B. für die Bildung von Wasserstoff), dem Lösungswasser (1147 kg, Lösung von NaCl und Bildung der wässrigen NaOH), dem Niederdruckdampf (800 kg), dem Prozeßwasser (1500 kg) und dem Kühlwasser (100000 kg) zusammen (nach #1). Die oben aufgeführten Gesamtwassermengen wurden für GEMIS anteilig zu je 50 % unter den beiden Prozeßeinheiten der Chlor- und Natronlaugeherstellung aufgeteilt. Abwasserbelastungen: Es konnten für das Membranverfahren keine Angaben gefunden werden. Auslastung: 5000h/a Brenn-/Einsatzstoff: Rohstoffe gesicherte Leistung: 100% Jahr: 2015 Lebensdauer: 20a Leistung: 1t/h Nutzungsgrad: 117% Produkt: Grundstoffe-Chemie Verwendete Allokation: Allokation durch Gutschriften

Quelle und Lizenz

Herausgeber
Umweltbundesamt (German Environment Agency), ProBas
Datensatz
d1c90cc0-2d30-4d65-99c0-4cca1ceb30da
Veröffentlicht
16. September 2020
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Es gelten die Probas Nutzungsbedingungen, die hier eingesehen werden können: https://probas.umweltbundesamt.de/daten/static/Nutzungsbedingungen_ProBas.pdf
Quellenangabe mit dieser ZeileProBas, Umweltbundesamt
Eine vereinfachte Lesart der Lizenz, keine Rechtsberatung. Maßgeblich ist der Lizenztext.

Diesen Faktor zitieren

ProBas, Umweltbundesamt. Normalised by open-climate.ai, https://open-climate.ai/factors/libraries/probas/ (CC BY 4.0). https://open-climate.ai/factors/de/ef-probas-chemanorgchlormembrande2-de-kg-cradle_to_gate-32460138/?v=efv1-d9258b871f2716eba7caa9172e63f5d8

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